Eine (erste) Liste der Herausforderungen beim Start von 1:1 Projekten

Eine (erste) Liste der Herausforderungen beim Start von 1:1 Projekten

Hier eine spontane Liste der Dinge, die in den ersten Wochen seit September zu bearbeiten waren. Sie ist nicht vollständig und wird ergänzt.

  1. Schülerinnen und Schüler können das Tablet nicht bedienen. Produktive Funktionen sind unbekannt und/oder werden nicht selbstständig erschlossen.
  2. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler wissen nicht, wie sich selbst organisieren sollen. Sie schreiben mal auf Papier, mal auf dem Tablet, mal gar nicht auf.
  3. Die Technik läuft nicht wie geplant: W-Lan-Aussetzer, Sync-Probleme
  4. Die geplanten Schließschränke für die Geräte werden nicht geliefert (2 Monate Verzögerung)
  5. Die geplante Hardware wird nicht geliefert (hier: Logitech Crayon Stift, ebenfalls 2 Monate verzögert)
  6. Die Eltern werden z. T. ungeduldig, weil nicht sofort alles rund läuft.
  7. Konflikte, die vorher auf dem privaten Handy über WhatsApp ausgetragen wurden, werden auf die schulischen Geräte verlagert.
  8. Schülerinnen und Schüler vergessen ständig ihre Passwörter. Den Umgang damit müssen sie erst lernen.
  9. Bei vielen Optimierungen gibt es ein „Trial-and-Error“-Prinzip: Werden die Protokolle für kranke Mitschülerinnen und Mitschüler digital organisiert? Wenn ja, wie? Und warum klappt das so viel schlechter als auf Papier?
  10. Lehrerinnen und Lehrer müssen fortgebildet werden. Es fehlen weitsichtige und bezahlbare Fortbildner.
  11. Schwächere Schülerinnen und Schüler haben auch auf dem Tablet Probleme: Bei der Selbstorganisation, bei der Selbstkontrolle, mit der Freiheit…
  12. Die E-Books der Verlage sind eine Zumutung, vor allem die Zuweisung von Lizenzen: Entweder Datenschutzhölle oder Anmeldelabyrinth.

 

Vorläufiges Fazit: Wer den Unterricht verändern will (Stichwort „Zeitgemäß Lernen“) braucht einen langen Atem.