Übergänge

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

(Hermann Hesse: Stufen)

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Aktuell befinde ich mich in einem Übergang, beruflich wie privat: Neue Region, neue Arbeitsstelle, neue Aufgaben. Und ständig bekommt man das oben genannte Zitat von Hermann Hesse zu hören. Vermutlich soll es Mut machen und dafür sorgen, dass man diesen Übergang erfolgreich gestaltet. Vielleicht ist es auch nur ein Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit mit der Situation; damit, dass da jemand ist, der sich mitten in dieser Phase befindet und diese zu gestalten als Aufgabe hat; und man ist vielleicht selbst froh, dies nicht tun zu müssen. Mir selbst kommt es aktuell so vor, als würde dieser Zweizeiler allein der Komplexität des Übergangs nicht gerecht (und das wusste natürlich auch Hermann Hesse, denn sein Gedicht ist deutlich länger).

Es heißt, Rituale seien für die Gestaltung des Übergangs ein sehr wichtiges Mittel. Das Corona-Virus verhindert aktuell einige dieser Rituale. Dazu gehören aktuell auch Umarmungen und die Berührung im einfachen Händedruck als Zeichen der Verabschiedung und der Glückwünsche bzw. Danksagung. Auch Feiern sind aktuell nur sehr eingeschränkt möglich und es fehlt der Zauber des Loslassens.

Der französische Ethnologe Arnold van Gennep hat vor über 100 Jahren bereits zwischen drei Phasen des Übergangs entschieden: Der Ablösungsphase, der Umwandlungsphase und der Wiederangliederungsphase (vgl. Liechti-Genge 2016).

 

Ablösungsphase

Zu Beginn des Übergangs steht das Lösen vom bisher Gekannten. Und dabei geht es los mit dem Gefühlschaos aus Trauer, vielleicht auch Angst (denn man weiß ja noch nicht, wohin der Weg genau führen wird), aber auch Freude auf das Neue, und genauso Erleichterung darüber, dass man Einiges, das einen auch genervt hat, hinter sich lassen darf. Die Übergabe der vormals ausgeübten Aufgaben ist so ein Moment, indem viele dieser Emotionen parallel an die Oberfläche treten.

 

Zwischen- oder Umwandlungsphase

Im Französischen gibt es den Begriff des l’entre-deux, dem „Ort dazwischen“ (vgl. Liechti-Genge 2016). Die meiste Zeit fühlt sich der Übergang so an: Das Alte ist noch nicht ganz weg, das Neue ist noch nicht ganz da. In der Umwandlung steckt die Einsicht, dass die alten Fähigkeiten und Fertigkeiten und Einsichten im Neuen evtl. nicht mehr funktionieren. Es ist eine Phase der Verunsicherung, aber auch der Neugier und Offenheit, für Impulse, aber auch erneut für die breite Palette an Emotionen.

Kleiner persönlicher Einschub: Es ist wunderbar, wenn Menschen sich entscheiden, diesen Übergang mitzugestalten. Das trifft auf Kolleginnen und Kollegen zu, die sich fest vorgenommen haben, mich an meiner neuen Arbeitsstelle zu besuchen und im Austausch zu bleiben, aber auch und vor allem die Kolleginnen und Kollegen meiner neuen Arbeitsstelle, die die Mühen auf sich genommen haben, mich im Rahmen des Projekts „Zeitgemäß Lernen“ an meiner alten Schule zu besuchen und zu verstehen, worin der Kern meiner Arbeit zuletzt bestand. So darf ich ein Stück meiner alten Begeisterung mitnehmen, das Gefühl eines Übergangs mit Geländer kann entstehen. Danke!

 

Wiederangliederungsphase

Angeblich wird erst in dieser Phase die Tragweite der Veränderung spürbar. Das Einfinden in das Neue kostet viel Kraft, und am Ende kann ein Zustand entstehen, in dem ich im Neuen ankommen kann, die Umwandlung also beendet ist.

 

ZuMUTung

Zu Beginn des Übergangs habe ich mir die Frage gestellt, ob ich bereit bin, mir die Aufgabe der Schulleitung „zuzumuten“. In dieser Begrifflichkeit steckt einerseits der Gedanke, von sich selbst etwas zu verlangen, was man ggf. nur schwer leisten oder ertragen kann. Kann man unter solchen Umständen einen solchen Weg überhaupt antreten?

Andererseits ist der Kern eines jeden Übergangs genau in dem Wort Mut zu finden, das sich in der Mitte der Zumutung befindet. Franz Liechti-Genge (ebd.) schreibt dazu unter Bezug auf den Wortursprung des Wortes Courage (frz. coeur): „Mutig sein heisst also, mit dem Herzen dabei zu sein, beherzt das Leben wagen. Das Leben wagen bedeutet eben auch, sich diese Übergänge zuzumuten.“

 

Übergänge gestalten

Wenn Rituale wie in der aktuellen Situation aktuell nur eingeschränkt der Gestaltung des Übergangs dienen, dann muss man sich ggf. einfacherer Formen bedienen, zum Beispiel, in dem man den Übergang als solchen bezeichnet und auch dadurch zelebriert. Vielleicht hilft auch schon das, genau das auszuhalten, was so wichtig ist: l’entre-deux, das Dazwischen.

Dieser Text ist vermutlich in dieser Form entstanden, weil es eine hohe Deckungsmenge zwischen meiner aktuellen persönlichen Erfahrung und der Verwandlung des Schulwesens im Kontext der Kultur der Digitalität und den konkreten Anforderungen im Angesicht der Corona-Krise gibt. 

 

 

Literatur

Hesse, Hermann: Stufen. Zitiert nach: https://hhesse.de/gedichte/stufen/, abgerufen am 24.07.2020

Liechti-Genge, Franz (2016): Übergänge – wahrnehmen, gestalten, leben. https://www.ebi-zuerich.ch/cm_data/EBI-Uebergaenge-FranzLiechti-Genge.pdf, abgerufen am 24.07.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forum Digitalisierung der ELK-WUE: Die „Guten“ fangen an, das Internet zu nutzen

Forum Digitalisierung der ELK-WUE: Die „Guten“ fangen an, das Internet zu nutzen

 

 

 

 

 

Vor kurzem schrieb Jan Böhmermann folgenden Tweet:

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Diesen Tweet könnte man passend zur Veranstaltung „Forum Digitalisierung“ der Evang. Landeskirche Württemberg (#elkwuedigital) erweitern:

„Die Feinde gesellschaftlicher Werte wie Toleranz, Zusammenhalt und Nächstenliebe nutzen das Internet, die (institutionellen) Vertreter ebendieser Werte noch nicht.“

Vor diesem Hintergrund war das „Forum Digitalisierung“ der Evangelischen Landeskirche mit den Keynote-Speakern Dirk von Gehlen von der SZ (Buch: Das Pragmatismusprinzip) und Peter Schreiner, dem Leiter des Comenius-Instituts, eine Veranstaltung, die Hoffnung macht(e).

Endlich wird die Digitalisierung in Kirchenkreisen nicht mehr nur unter dem Aspekt der Gefahren und Probleme diskutiert. Bisher waren Veranstaltungen dieser Art tendenziell eine Ansammlung von Menschen, die beklagen, dass bestimmte Werte in der Gesellschaft verloren gingen und die Kirchen einen Bedeutungsverlust erlitten.

Dirk von Gehlen fragte dann auch anschaulich am Beispiel der deutschen Autoindustrie, die verpasst habe, dass ihr Bereich sich nun hauptsächlich um Software dreht (am Beispiel des Software-Problems „Dieselskandal“), was die „Software“ der Kirchen sei. Dieser Aufruf wurde dankend aufgenommen.  Auch Peter Schreiner, Leiter des Comenius-Instituts in Münster, rief dazu auf, die positiven Werte der Digitalisierung wahrzunehmen und gestalten zu wollen.

Sichtbar wurde dies bereits an Verfahren und Methoden (wie z. B. Ethical Design Sprints), aber auch an grundsätzlichen Haltungsfragen. Schulen – und Bildungsinstitutionen insgesamt – werden mehr und mehr als Transmissionsriemen in Fragen der Gestaltung von Gesellschaft wahrgenommen, nicht nur als Empfänger vorgegebener (und teils nicht ausdiskutierter!) gesellschaftlicher Erwartungen. Dirk von Gehlen wies darauf hin, dass Fake News hauptsächlich von Männern über 60 verbreitet würden, die man über Bildungsprozesse nicht mehr erreicht. Es muss also weit vorher die Konfrontation mit anderen Perspektiven als grundlegende Aufgabe von Schule und Gesellschaft geschehen, gleichzeitig Ambiguitätstoleranz und der Umgang mit Graubereichen eingeübt werden. Zentrale Verhandlungszone sind die Bildungsinstitutionen.

Warum gelingt uns dies manchmal in Deutschland nicht so gut? Dirk von Gehlen meint, die aktuelle Nostalgie, die man vor allem in der Medienbranche spürt, rühre daher, dass man in den 90ern noch Geld verdient habe, und sich die Rahmenbedingungen nun grundlegend geändert hätten. Man sei vielleicht im Westen insgesamt zu satt geworden. Übertragen auf den Bildungsbereich geht es sicherlich vielen Lehrerinnen und Lehrern ebenso, dass ihre Kompetenzen gefühlt entwertet werden, und von ihnen eine Reaktion auf den Leitmedien- und damit auch Paradigmenwechsel erwartet wird.

Es bleibt sicherlich die Aufgabe, Menschen in Bildungsinstitutionen zu stärken, Ihnen zu verdeutlichen, dass Ihre Perspektiven sehr wertvoll für auch grundlegend veränderte Lernsettings sein können und auch sein werden. Und dass es gleichzeitig notwendig ist, dass man sich bewegt, damit Schule und auch bestimmte gesellschaftliche Werte, die uns gemeinsam wichtig sind (oder sein sollten?) nicht an Relevanz verlieren.

Packen wir’s an.

Hier geht es übrigens noch zum offiziellen Bericht. Angeblich soll die Vorträge dann in Kürze auch noch als Video geben. Es lohnt sich.

 

Technik im Klassenzimmer: Warum ich wieder unsicher bin

Technik im Klassenzimmer: Warum ich wieder unsicher bin

Wie bereits angekündigt folgt hier ein kurzer Blogbeitrag dazu, warum ich wieder zweifle, was die aktuell angemessene technische Ausstattung ist. Als Antworten auf diesen Tweet unten kamen Bestätigungen, aber es bestätigten sich für mich auch alle Befürchtungen in Bezug auf diese Frage. Warum, versuche ich hier zu erläutern.

 

Was mir klar ist

Am Anfang steht die Frage, wie Unterricht – oder besser: das Lernen – sich weiterentwickeln (soll). Alle technischen Entscheidungen könnten auf dieser Frage basieren. Aber einfache, funktionierende Lösungen ermöglichen auch neues Denken. Es gibt aber auch einige Basics, wenn man es mit der Weiterentwicklung ernst meint:

  1. W-Lan
  2. Eine Projektionsfläche
  3.  Eine 1:1-Ausstattung bei Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern (keine „Utopie“-Rufe, bitte, ich sehe hier kurz- bis mittelfristig keinen Diskussionsbedarf mehr)
  4. Eine einfache Möglichkeit, Ergebnisse von den Einzelgeräten drahtlos zur Projektionsfläche zu schicken.
  5. Offenheit der Struktur: Nicht nur Apple, nicht nur Windows, nicht nur Android; alles muss möglich sein
  6. Interactive Whiteboards sind im Verhältnis zu teuer und zu unflexibel.
  7. Visualiser / Dokumentenkameras sind als Übergangstechnologie bald überflüssig.

 

Wo ich mir unsicher bin

  1. Sollten wir wirklich auf Lösungen mit großen (Touch-)Bildschirmen setzen, die seitliche Flügel zum spontanen Anschreiben haben? Keine der aktuellen Lösungen überzeugt mich hier, teilweise ist die Software elend langsam oder die drahtlose Verbindung zu den Geräten läuft nicht zuverlässig.
  2. Brauchen wir nicht vielmehr alles und immer? Große Whiteboard-Flächen, die man mit Stift beschreiben kann, eine Projektionsfläche (nicht notwendigerweise zentral), alles möglichst flexibel
  3. Haben Beamer wirklich ausgedient und werden jetzt durch Bildschirme ersetzt? Hat mal jemand die mittelfristigen Kosten berechnet?

 

Warum ich zweifle

Wir haben gerade in den Testräumen folgende Ausstattung:

  • Klassische Kreidetafel mit Flügeln
  • W-Lan
  • Beamer mit Stereoboxen und HDMI-Switch
  • Am HDMI-Switch: Laptop, Dokumentenkamera, Apple TV, Microsoft Wireless Adapter, alles fest montiert in/an einem kleinen Schränkchen
  • Projektionsfläche neben der Tafel, tendenziell zu klein
  • In den Projektklassen 1:1 Ausstattung der Schülerinnen und Schüler

Diese Installation ist sehr aufwändig, zudem stauben die Beamer durch Kreide im Laufe der Zeit zu. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Modell einfach genug ist („Was nicht einfach geht, geht einfach nicht“).

Wenn entweder Projektionsfläche oder Whiteboard (kein IWB) an die Seite wandern, hätten wir evtl. eine Struktur, die die Tendenz zur Frontalsitzordnung aufbricht und als Rahmen die Unterrichtsstruktur beeinflussen könnte.

Was meint Ihr?

 

 

 

 

 

 

Warum ich Schulentwickler bin: Persönliche Hintergründe zum Buch „Die agile Schule“

Warum ich Schulentwickler bin: Persönliche Hintergründe zum Buch „Die agile Schule“

Dieser Artikel ist ein sehr persönlicher Kommentar zu unserem gerade erschienenen Buch: Die agile Schule – 10 Leitprinzipien für Schulentwicklung im Zeitalter der Digitalisierung.

 

 

 

Hier ist es bestellbar (aber natürlich auch über die üblichen Kanäle)
Inhaltsverzeichnis
Musterseite zum Leitprinzip: Alles Gute kommt von unten

 

Als ich nach dem Referendariat 2008 voller Tatendrang an das Evangelische Firstwald-Gymnasium in Mössingen wechselte – eine bewusste Entscheidung, angesichts der erlebten Offenheit im Bewerbungsgespräch und in der Gebäudegestaltung – fand ich Strukturen vor, die stark vom Schulleiter Helmut Dreher und vom Abteilungsleiter für Schulentwicklung, Friedemann Stöffler, geprägt waren: Irgendwie wirkten alle so motiviert und voller Tatendrang, so positiv und engagiert und es gab im Kollegium praktisch keine Grüppchenbildung. Wer etwas verbessern wollte, durfte fast immer einen Vorschlag machen oder die Optimierung selbst angehen. 

Besuch von der Schulpreiskommission
Lange Zeit verstand ich nicht, warum diese Grundhaltungen so ausgeprägt waren, auch noch nicht, als ich bereits nach 1,5 Jahren an dieser Schule in den Bereich „Schulentwicklung“ einstieg. Ich wurde zuvor gefragt, ob ich mir das vorstellen könne. Ich war so jung, dass ich den Gehaltssprung (auf A14), der mit dieser Aufgabe verbunden war, rechtlich noch nicht mitmachen konnte. Aber das war mir egal. Es schwante mir zum ersten Mal wohl im Rahmen des Bewerbungsprozesses zum Deutschen Schulpreis 2010, was an dieser Schule gut lief. Gegenüber der Kommission, die uns besuchte, formulierte ich dann auch: „Ich kann mich als junger Kollege hier jederzeit einbringen, Ideen werden wertgeschätzt und gefördert, und es wird darauf vertraut, dass es gelingen wird.“

Kollegialer, aktivierender Führungsstil
Im Laufe der Zeit wurde mir dann bewusst, dass die Art der Führung der Schule eine Schlüsselrolle spielt(e). Diese fußte auf Grundhaltungen, die vom Schulleiter zwar theologisch begründet wurden (Martin Buber: Ich und Du), aber genauso in der modernen Management-Theorie zur agilen Führung vorkommen würden. Gemeint sind die Orientierung am Menschen, die Begegnung auf Augenhöhe nicht nur als Worthülse, das geschenkte Vertrauen, die Bereitschaft zur Delegation auch sehr bedeutsamer Aufgaben, die Betonung der Gemeinsamkeit, die Offenheit für Neues, der Mut zum Risiko und zum Ausprobieren („Prototyping“) uvm.

Es gab und gibt ein Schulleitungsteam, das mit insgesamt sechs Personen für so eine kleine Schule vergleichsweise breit aufgestellt ist; und in diesem Team saßen auch der Abteilungsleiter für Schulentwicklung, Friedemann Stöffler, und später auch ich selbst in der gleichen Rolle.

Schulentwicklung lernen
Von 2009-2014 arbeiteten dann Friedemann und ich gemeinsam und dialogisch als Schulentwickler. Ich habe in dieser Zeit sehr viel lernen dürfen, denn 2010 folgte der Schulpreis für unsere Schule für eben diesen Bereich – Schulentwicklung – und plötzlich war unsere Schule im Fokus der Öffentlichkeit und der anderen Schulen; wir hatten Hospitantinnen und Hospitanten an unserer Schule und besuchten auch selbst regelmäßig andere Schulen für Entwicklungsideen. Andere Menschen sagten uns, was bei uns gut lief, und wir lernten unsererseits viele Schulen kennen.

Auch das Projekt Abitur im eigenen Takt stand sinnbildlich für die bereits erwähnten Haltungen: Man versucht aus Idealismus eine Reform des Bildungswesens auf höchster Ebene (KMK). Die Idee ist, dass Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden können, ob sie die Kursstufe in zwei oder drei Jahren absolvieren – und die Leistungen aus drei Jahren sollen dabei anerkannt werden können. Bis heute gibt es zwar einerseits keine offizielle Genehmigung für diese Idee, aber die Reformideen zur Neuen Oberstufe, die Umsetzung freier Lernangebote (LeAs) am Firstwald, das Innovationslabor G-Flex der Deutschen Schulakademie uvm. deuten darauf hin, dass sich Elemente davon im Sinne der Schülerinnen und Schüler dennoch Bahn brechen werden.

Ich persönlich habe im Schullabor zum Projekt Abitur im eigenen Takt gelernt, was es bedeutet, intensiv mit anderen Schulen an pädagogischen Fragen zu arbeiten, was es bedeutet, deutschlandweit Vorträge zu bildungspolitischen Fragen zu halten um seine Ziele zu erreichen, wie größere bundesweite Tagungen organisiert werden und worauf es beim Projektmanagement ankommt, und auch, dass eine Aufgabe nicht immer nur Energie kostet, sondern im Gegenteil auch Energie geben kann, auch wenn sie viel Zeit in Anspruch nimmt.

Leitprinzipien der Schulentwicklung
Für unsere Hospitationsgäste stellte Friedemann Stöffler dann irgendwann einmal eine Liste von Dingen auf, die ihm in Schulentwicklungsprozessen wichtig sind. Viele von diesen Prinzipien haben es jetzt auch in die Aufzählung in unserem Buch geschafft. Ich habe mir diese Liste damals ausgedruckt und direkt neben meinen Schreibtisch gehängt, als ich die Aufgabe als Abteilungsleiter für Schulentwicklung im Jahre 2014 von Friedemann übernahm, der seinerseits danach den Ganztagesbereich an unserer Schule gestaltete. Ich spürte die Verantwortung für diese Nachfolge und es tat gut, von Friedemann zu hören, dass ich mir das erste Jahr nehmen solle, um in dieser neuen Aufgabe anzukommen.

Erste Projekte waren dann auch eher der Nachhaltigkeit gewidmet, z. B. getroffene Entscheidungen des Kollegiums neu zu durchdenken und inhaltliche Struktur aufzubauen. Aber bereits 2015 stand die Schlussklausur des Schuljahres unter dem Motto: „Werkstätten – große und kleine Baustellen angehen“, unser erstes Barcamp an der Schule. Der Einsatz dieser Methode, sicherlich kennengelernt im Twitterlehrerzimmer bzw. ganz konkret über ein EduCamp, zeigte, wie Form und Inhalt, wie die Ideen der Leitprinzipien und die konkrete Arbeitsweise ineinandergreifen können.

Das Projekt „Zeitgemäß Lernen“ und die Leitprinzipien
Im Jahr 2016 startete dann mit einem Kick-Off der Prozess „Zeitgemäß Lernen“, der bis heute zum Ziel hat, den Unterricht, ja die Schule insgesamt, neu und zügiger auszurichten an den Anforderungen der Gesellschaft, aber vor allem Schülerinnen und Schüler zu befähigen, diese nicht nur zu erfüllen, sondern aktiv und mündig mitzugestalten. Dieser Prozess wurde in diesem Blog ausführlich begleitet.

Und auf einmal waren sie alle in der Anwendung, diese Leitprinzipien. Ohne es zu Beginn zu merken wurde der gesamte Schulentwicklungsprozess durch sie organisiert und geprägt; ich hatte sie verinnerlicht, nein, wir hatten sie verinnerlicht: Mein Schulentwicklungspartner Michael Hirscher, der IT-Verantwortliche Philipp Reitter und das gesamte Schulleitungsteam. Schon sehr früh war so klar für uns als Schule, dass wir das Thema „Digitalisierung“ als Schulentwicklungsprozess behandeln würden, nicht als Digitalisierungsprozess. Es war undenkbar geworden, von „Tabletklassen“ zu sprechen (wir haben ja auch keine „Heftklassen“), unreflektiert teure interaktive Whiteboards anzuschaffen (wir haben bis heute kein einziges) oder auch nur diesen Weg als Schule alleine zu gehen, ohne uns mit anderen Schulen auszutauschen oder von ihnen inspirieren zu lassen.

Haben wir auch Fehler im Prozess gemacht? Aber sicher, sehr viele; vor allem haben wir die Leitprinzipien vermutlich manchmal besser nach außen als nach innen kommuniziert.

Dankbarkeit und Inspiration
Für alle diese Erfahrungen bin ich dem Firstwald-Gymnasium mit seinem Träger, seinem Schulleiter Helmut Dreher, seinem ehemaligen Schulentwickler Friedemann Stöffler und dem gesamten Kollegium in all seiner Offenheit für Veränderungen unendlich dankbar. Mit dem Buch „Die agile Schule“ liegt das Fazit dieser fruchtbaren Zusammenarbeit vor, in der Hoffnung, dass die Ideen darin vielen Schulen im deutschsprachigen Raum weiterhelfen mögen, indem sie einerseits neue Wege im Denken aufzeigen, andererseits aber vielleicht auch Reibungen hervorrufen, denn diese erzeugen ja bekanntlich immer Wärme und setzen Energie frei.

Viel Vergnügen bei der Lektüre und viel Erfolg beim Weg hin zu einer (noch) besseren Schule, die den wunderbaren Menschen, die sie besuchen (müssen) gerecht wird.
 

 

 

Kollegien im Austausch (für zeitgemäße Bildung)

Kollegien im Austausch (für zeitgemäße Bildung)

Netzwerke für den Austausch von Schulen, sogar ganzer Schulen, gibt es viele, z. B. „Blick über den Zaun“ oder die Aktivitäten der Deutschen Schulakademie. Austausch auf individueller Ebene gibt es innerhalb des Kollegiums, aber auch auf Großevents wie „WES 4.0“ uvm.

Aber was ist, wenn man ein Bild der nötigen Veränderungen im Bildungsbereich entwickeln möchte? Wenn man dazu größere Teile des Kollegiums mitnehmen möchte? Wenn es dann auch um Haltungen geht?

 

Zwei Gymnasien kooperieren

Wir haben uns aufgemacht und uns mit einer Schule verabredet, die seit mehreren Jahren bereits mit Tablets im Unterricht arbeitet. Die Hälfte der Klassen dieser Schule hat diese Technik zur Verfügung, die andere nicht (Kleine Randbemerkung: Ich vermeide den Begriff „Tabletklasse“, weil wir 1. auch nicht von „Heftklassen“ sprechen und 2. die Reduktion auf die Technik genau unser Problem in den aktuellen Debatten ist). Wir arbeiten im Projekt „Zeitgemäß Lernen“ mit 1:1 Ausstattung. Insgesamt 18 Kolleginnen und Kollegen waren in ihrer Freizeit bei unserem Treffen.

Die jeweiligen Projektleiter/innen der beiden Schulen waren sich schnell einig, dass wir für diesen Kick-Off-Tag folgende Struktur brauchen:

  1. Gemeinsames Essen zu Beginn
  2. Kurze Einführung (Überblick über Konzeptionen)
  3. Lange eingeständige Arbeitsphase in Fachgruppen
  4. Kurzes gemeinsames Fazit

Es fehlten krankheitsbedingt einige Technik-Freaks auf beiden Seiten, was für das Treffen vielleicht sogar hilfreich war. Es ging viel um pädagogische Fragestellungen, aber nicht im Sinne von „Pädagogik vor Technik“, sondern im Sinne von: „Schule neu denken“.

 

Erkenntnisse bzw. Bestätigungen bisheriger Gedanken aus dem Treffen

  • Wir müssen für eine neue Lernkultur Räume neu denken
  • Gute Schülerinnen und Schüler nutzen die Chancen der neuen Technologien um sich zu verbessern, und das auch über die klassischen Unterrichtsziele hinaus. Die Schere in der Leistung geht aber dadurch auch weiter auf. Wie unterstützen wir leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler, damit dies nicht passiert?
  • Fremdsprachen als Fächer werden aufgebrochen durch die Möglichkeiten der Algorithmen von DeepL. Viele offene (wünschenswerte) Prüfungsformate funktionieren nicht mehr. Die Fremdsprachen entwickeln hin zu Fächern, die auf Lebenspraxis und Kulturvermittlung mehr wert legen.
  • Unter den Rahmenbedingungen der Digitalität wird Pädagogik neu gedacht. Der Schwerpunkt liegt häufiger auf offenem Arbeiten (z. B. Portfolio-Arbeit). Dabei gibt es Ängste bzw. fehlendes Vertrauen in die Ergebnisse, gerade im Vergleich zur klassischen Unterrichtsstruktur. Wie schulen wir Verantwortung, wie gehen wir mit den Bedenken in Kollegien um?

 

Wir haben uns vorgenommen, uns in großer Runde wieder zu treffen, und zwar unter einem Themenschwerpunkt (voraussichtlich „Selbstorganisiertes Lernen“)

 

 

 

Eine (erste) Liste der Herausforderungen beim Start von 1:1 Projekten

Eine (erste) Liste der Herausforderungen beim Start von 1:1 Projekten

Hier eine spontane Liste der Dinge, die in den ersten Wochen seit September zu bearbeiten waren. Sie ist nicht vollständig und wird ergänzt.

  1. Schülerinnen und Schüler können das Tablet nicht bedienen. Produktive Funktionen sind unbekannt und/oder werden nicht selbstständig erschlossen.
  2. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler wissen nicht, wie sich selbst organisieren sollen. Sie schreiben mal auf Papier, mal auf dem Tablet, mal gar nicht auf.
  3. Die Technik läuft nicht wie geplant: W-Lan-Aussetzer, Sync-Probleme
  4. Die geplanten Schließschränke für die Geräte werden nicht geliefert (2 Monate Verzögerung)
  5. Die geplante Hardware wird nicht geliefert (hier: Logitech Crayon Stift, ebenfalls 2 Monate verzögert)
  6. Die Eltern werden z. T. ungeduldig, weil nicht sofort alles rund läuft.
  7. Konflikte, die vorher auf dem privaten Handy über WhatsApp ausgetragen wurden, werden auf die schulischen Geräte verlagert.
  8. Schülerinnen und Schüler vergessen ständig ihre Passwörter. Den Umgang damit müssen sie erst lernen.
  9. Bei vielen Optimierungen gibt es ein „Trial-and-Error“-Prinzip: Werden die Protokolle für kranke Mitschülerinnen und Mitschüler digital organisiert? Wenn ja, wie? Und warum klappt das so viel schlechter als auf Papier?
  10. Lehrerinnen und Lehrer müssen fortgebildet werden. Es fehlen weitsichtige und bezahlbare Fortbildner.
  11. Schwächere Schülerinnen und Schüler haben auch auf dem Tablet Probleme: Bei der Selbstorganisation, bei der Selbstkontrolle, mit der Freiheit…
  12. Die E-Books der Verlage sind eine Zumutung, vor allem die Zuweisung von Lizenzen: Entweder Datenschutzhölle oder Anmeldelabyrinth.

 

Vorläufiges Fazit: Wer den Unterricht verändern will (Stichwort „Zeitgemäß Lernen“) braucht einen langen Atem.

Warum Widerstand Wertschätzung erfahren muss…

… versuche ich in meiner aktuellen Kolumne zur Schulentwicklung beim „Deutschen Schulportal“ darzustellen. Bei Twitter warf mir jemand vor, ich ginge von einer Schule aus, die Lust habe sich zu bewegen. Es gäbe aber auch (sinngemäß) tote Systeme. Dazu bleibt nur zu sagen:

Man kann gegen den Wind segeln, aber nicht ohne Wind.

Wie Bewegung in ein solches System kommt, wird an anderer Stelle zu beschreiben sein.

 

Wenn es „klick“ macht

 

In den letzten Wochen traf ich zwei ehemalige Schüler. Sie waren offen, freundlich, zufrieden mit ihrem Lebensweg und hochmotiviert. Beide studieren Informatik und stehen kurz vor dem Abschluss. Ich habe mich für sie gefreut. Vor allem, weil ich sie ganz anders in Erinnerung hatte. Beide waren eher zurückhaltend, unsicher, und vor allem unmotiviert, nicht nur in meinem Unterricht.

Ich habe sie unabhängig voneinander gefragt, wann und wodurch sie diesen Wandel vollzogen hätten. Sie sagten, es hätte halt erst später „klick“ gemacht. Sie definierten diesen „Klick“ auf meine Rückfrage als motiviert sein, den eigenen Weg zu suchen. Ich fragte außerdem, was ihnen dabei geholfen habe und bekam zwei Antworten:

  1. Endlich kann ich meinen eigenen Interessen und Neigungen folgen => Spezialisierung
  2. An der Uni kann ich keine Fristen versäumen, da gibt es keine zweite Chance => Druck

Nach diesen Gesprächen habe ich mich gefragt, warum es nicht vorher „klick“ machen kann – warum können Schülerinnen und Schüler nicht bereits an der Schule Möglichkeiten finden, ihren Interessen nachzugehen bzw. auch eine Motivation innerhalb des Systems zu entwickeln, nicht rein als Abgrenzung vom System. Was machen wir falsch?

Bei der anschließenden Debatte bei Twitter ist mir klar geworden, dass die meisten Kritiker meiner Frage, was wir falsch machen, von einer Schule ausgehen, die sie selbst kennen, von der sie sich ggf. auch abgrenzen konnten. Das eigene Bild und die Vorstellung der Funktion von Schule spielten in der Bewertung eine wesentliche Rolle. Andere wiederum schoben die Problematik auf das Alter, es habe also entwicklungspsychologische Gründe, dass der „Klick“ später einsetzte . Lehrerinnen und Lehrer sowie Schule nähmen sich dabei zu wichtig und spielten gar keine so große Rolle, wie sie das immer glaubten.

Ich bin überzeugt, dass wir es uns damit zu einfach machen.

Schule muss Räume öffnen, um den eigenen Interessen nachgehen zu können, um sie auch in die Schule einbringen zu können. Das läuft vielleicht unter dem Label „Forschendes Lernen“, aber es geht auch darüber hinaus. Wir versuchen das an unserer Schule mit den sogenannten „LeAs“ (freien Lernangeboten). Diese werden von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Unternehmen, Sportvereinen und Eltern angeboten und bieten ein Spektrum von ca. 150 verschiedenen, vierteljährlich wählbaren Lerngelegenheiten, die Teil der Pflichtstunden sind. In einem Wochenpensum von bis zu 35 Stunden sind diese 2 Stunden pro Woche, die dafür eingeplant sind, nur ein kleines Fenster in Richtung Wahlmöglichkeiten und Freiheit und sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss.

Aber vielleicht ist es auch gar nicht die Aufgabe von Schule, dafür zu sorgen, dass es während der Schulzeit bei jedem „klick“ macht, wie einer der Diskussionsteilnehmer bemerkte, sondern vielmehr dafür zu sorgen, dass es irgendwann einmal „klick“ macht. Aber welche Grundlagen wären das dann?

Und vielleicht muss Schule auch (aber nicht nur!) das System sein, von dem man sich als Jugendlicher abgrenzen will und muss.

 

Was Schulen für zeitgemäßen Unterricht wirklich brauchen

Hier meine aktuelle Kolumne für das „Deutsche Schulportal“. Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer sollten sich nicht ihrer pädagogischen Kernkompetenz berauben, sondern diese im Gegenteil im Digitalisierungsprozess aktiv einbringen, damit nicht Technikunternehmen bestimmen, was und wie in Zukunft an Schulen unterrichtet wird.

https://deutsches-schulportal.de/stimmen/die-zukunft-der-paedagogik-darf-nicht-google-gehoeren/

 

 

Ein Innovationsfonds für Schulentwicklung

Es ist eine Frage, die mich seit geraumer Zeit umtreibt. In einer sich radikal wandelnden Gesellschaft bewegt sich die (Kultus-)Bürokratie wie in schwerer Tanker. Egal, wie agil Schulen und andere Bildungsinstitutionen reagieren wollen, der Rahmen, in dem sie sich bewegen, ist alles andere als agil gestaltet und so nicht nur unflexibel, sondern auch (zu) langsam für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts.

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Schule könnte schneller auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren

Inhaltliche und formale Vorgaben gleichzeitig

Die Vorgaben der Kultusbürokratie sind immer noch sehr eng; im Rahmen der Kompetenzorientierung hätte sich die Chance ergeben, Inhalte und Umsetzungsvarianten flexibler zu gestalten und stärker vom Output her zu kontrollieren. Bisher hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt. Ein Beispiel: Die KMK legt für das Abitur gemeinsame Standards und Inhalte fest und entwickelt sogar einen gemeinsamen Aufgabenpool, gleichzeitig wird immer noch die Form kontrolliert (z. B. müssen es 2 Jahre Kursstufe sein, nicht mehr, aber auch nicht weniger).

Wie öffnet man ein solches System? 

Die Lösung könnte ein Innovationsfonds sein, bzw. besser noch: mehrere. Denn ein System, das sich mit dem Lernen beschäftigt, muss selbst ein lernendes System sein wollen. Dies gelingt durch die Ermöglichung von Schulversuchen (auch auf KMK-Ebene) und auch auf Landesebene – die Expertise vor Ort wird genutzt und multipliziert. Auch das Scheitern gehört dazu und kann weiterhelfen. Natürlich gibt es Schulversuche bereits, allerdings finden diese nur in sehr begrenztem Rahmen statt und sind stark reglementiert. Auf KMK-Ebene finden praktisch keine Anträge statt, weil sich die Bundesländer dadurch exponieren und sich im föderalen Kuhhandel Nachteile einhandeln. Ein Innovationsfonds könnte die Ebene unter dem Schulversuch gestalten helfen.

Skizze eines Innovationsfonds

  • Das Kultusministerium stellt einen bestimmten Betrag bereit und ermöglicht Schulen, sich für den Fonds zu bewerben.
  • Zugelassen sind ausschließlich pädagogisch-didaktische Innovationsversuche. Die Erweiterung oder Aktualisierung der Ausstattung o.ä. ist damit ausgeschlossen.
  • Der Betrag ist zu 2/3 von den Schulen frei zu verwenden für zeitliche Ressourcen, Hospitationen (im Ausland), Tagungen, Austausch mit anderen Schulen etc.
  • 1/3 des Betrages ist gebunden an die obligatorische Multiplikation der Idee, und zwar als Fortbildung für interessierte Schulen. So entsteht nicht nur Expertise vor Ort, sondern ein echtes Bottom-up-System zur Innovation.

Kritik

Natürlich kann man kritisieren, dass Schulen, die organisatorisch und personell besser aufgestellt sind, auf diese Weise wieder schneller an Ressourcen kommen und sich Ungleichheit verstärkt. Andererseits ist es eine Frage der Förderkriterien, genau diese benachteiligten Schulen im Blick zu haben. Es geht nicht um Eliteschulen, es geht nicht um Leuchttürme, sondern um ein Lernen des Systems. Dadurch muss der Austausch der Schulen einen Raum bekommen.

Diesen Raum füllen bisher Initiativen wie Blick über den Zaun, Innovationslabore der Deutschen Schulakademie (Robert-Bosch-Stiftung) oder Schulen im Aufbruch. Und sie tun das nicht schlecht. Was fehlt, ist die Durchsetzungskraft der Ideen – und da braucht es dringend die Anbindung an, nein mehr, die Unterstützung der Kultusministerien bzw. der KMK.